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Vielfältige Pflanzenwelt Kenias   

Über 10 000 Pflanzenarten kommen in Kenia vor. Im fruchtbaren Küstenstreifen dominieren Plantagen (Kokospalmen, Sisal, Cashewnüsse), doch haben einige immergrüne Urwälder mit vielen Edelholzarten überlebt. Häufig lassen die dichten Baumkronen kaum einen Sonnenstrahl durch. Bei Lamu und im Grenzgebiet zu Tansania befinden sich ausgedehnte Sümpfe. Die breiten Wurzeln der Mangrovenbäume können im morastigen Boden Fuß fassen.                   

Das zentrale Hochland zeichnet sich durch üppige Vegetation aus. Zwischen 1700 und 2400 m Höhe finden sich in den naturbelassenen Teilen dichte Bergregenwälder mit Zedern, Oliven-, Gelbholz-, und Wacholderbäumen. In den Lagen darüber trifft man auf Nebelwälder mit bis zu 15 m hohen Bergbambusbäumen und Epiphyten.  

Ab 3000 m gedeihen Haganiabäume, verschiedene Straucharten, urzeitliche Farne und das charakteristische gelbe Johanniskraut. Die kalte,  baumlose Zone zwischen 3300 und 4200 m wird zunächst von Heidesträuchern und Gladiolen, dann von Hochmooren, Bächen und Riedgräsern geprägt. Darüber findet sich afro-alpiner Pflanzenbewuchs. Seine spektakulärsten Vertreter sind die bis zu dreieinhalb Meter hohen Riesenlobelien und die bis zu 2 m hohen Riesenkreuzkräuter. In der felsigen Gipfellandschaft gedeihen nur Flechten und Moose.

 

Einzige echte Wüste Kenias ist die östlich des Turkanasees gelegene Chalbi-Wüste.
 Hier wachsen nur vereinzelte Büsche und Gräser. In den nördlichen Halbwüsten stößt man auf Trockenbüsche, Dornbüsche und Corniphoren. Das gelbbraune Gras wird während der seltenen Regenfälle urplötzlich grün und zeigt dann eine wahre Blütenpracht. Die ausgeprägten Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht führen zu einer beträchtlichen Verwitterung. Wenn  die salzigen Böden Wasser aufnehmen, ist eine starke Quellung die Folge.

Die Savannenlandschaften lassen sich in drei Typen unterteilen: die Dornbuschsavanne mit einer nicht geschlossenen Grasdecke und vereinzelt stehenden Bäumen, die Trockensavanne mit einer 1-2 m hohen Grasdecke und teilweise geschlossenen Baumgruppen (Schirm- und Flötenakazien).

Sowie die Feuchtsavanne mit 2-3 m hohem grünen Gras und einer dichten abwechslungsreichen Baumvegetation. Hier finden sich die bekannten Leberwurstbäume mit ihren roten Blüten und herabhängenden, wurstartigen Früchten. 

Die Kenyafreaks unter den Besuchern dieser Website werden diesen Baum bestimmt kennen, den er ist unverwechselbar.

 

Der Baobab 

Vor allem zur tansanischen Grenze hin können die auffälligen Baobabbäume (Affenbrotbäume) beobachtet werden, deren mächtiger Stamm von den Elefanten als Wasserreservoir geschätzt wird. Ihre dicken Äste ragen unbeholfen in den Himmel.

 

 

 

 

 

Der Baobab trägt von Oktober bis Juni Blätter. Während sie austreiben, erblühen die übel riechenden weißen Knospen für nur eine Nacht.Die Bestäubung erfolgt durch Fledermäuse oder Nachtfalter. Die Früchte, auf Deutsch auch Affenbrot genannt (nicht identisch mit dem Monkey Bread  des Mutukutu-Baumes), reifen von Dezember bis zum Ende der Regenzeit im April/Mai. An langen Stielen hängen die ellipsenförmigen Früchte vom Baum herunter.

 Mit den Blättern verkocht, gelten sie als Heilmittel gegen Malaria. Aus der fasrigen, kalziumhaltigen Rinde werden Seile, Fischernetze und Baströcke geknüpft. Der Stamm selbst besteht aus einem schwammigen Gewebe, das bis zum Fünffachen seines Eigengewichtes Wasser speichern kann. Der Wasseraufnahme und -speicherung dienen die bis zu 40 m langen Wurzeln. Der Stamm ist oft hohl und wird von Menschen wie Tieren als Unterschlupf genutzt. Ausgewachsene Bäume erreichen eine Durchschnittshöhe von 19 m und einen Umfang von 13 m, doch gibt es einige Exemplare mit einer Höhe von 25 m und einen Umfang von über 30 m. Das Alter eines Baobab kann nicht genau ermittelt werden, da er nur Wachstumsringe, aber keine Jahresringe bildet und sein Umfang in trockenen Jahren schrumpft. Manche Bäume werden jedoch über 1000 Jahre alt.

Quelle: DuMont, Landschaftsführer, Zimbabwe 

  

 

 

 
 

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