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Kenia ist ein "El Dorado" für Tierliebhaber!

Kenias Fauna zählt zu den reichhaltigsten Afrikas. Über 400 Säugetierarten, 1080 verschiedene Vögel, fast 300 Reptilien- und unzählige Insektenspezies sind hier heimisch. Sie können in zahlreichen Nationalparks und Naturreservaten, mitunter aber auch entlang den Straßen beobachtet werden. König der Savanne ist der Löwe, der in Rudel zu etwa 30 Tieren lebt. Während sich die Männchen in erster Linie der Verteidigung widmen, besorgen die Weibchen die Jagd und die Aufzucht des Nachwuchses. Viel seltener ist eine andere Großkatze anzutreffen: der als Einzelgänger oder in kleinen Gruppen lebende Leopard. Der geschmeidige Gepard erreicht kurzzeitig Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h. Gelegentlich trifft man in Safarilagern auf zahme Geparden, denn in jungem Alter können diese an den Menschen gewöhnt werden. Kleine Raubkatzen sind der Karakal und Serval. Sowohl der sehr selten gewordene afrikanische Wildhund als auch die Hyäne mit ihrem starken Gebiss, ihrem durchdringenden Bellen und ihrem merkwürdigen Gang hetzen ihre Beute zu Tode. Der afrikanische Fuchs ist der Schakal, der in mehreren Arten vorkommt (Goldschakal, Schabrackenschakal, Streifenschakal).                 

Zahlreiche Affen sind in Kenia beheimatet. Sichtbar sind die auf dem Boden wie auf den Bäumen lebenden Paviane, Grünen Meerkatzen und Husarenaffen. Andere Affenarten leben ausschließlich auf Bäumen und sind schwerer auszumachen.

Zu den Huftieren zählen Flusspferde, Büffel, Nashörner, Giraffen, Schweine, Zebras und Antilopen. Die bis zu drei Tonnen schweren Flusspferde gehören zu den gefährlichsten Tieren Afrikas. Mit ihren starken Eckzähnen können sie erhebliche Verletzungen zufügen. Bei einer Bootsfahrt werden die teilweise oder ganz unter Wasser befindlichen Tiere häufig übersehen. Nachts trotten sie kilometerweit am Land umher, um zu grasen. Mit einem Gewicht von 800 kg und einer Schulterhöhe von 1,60 m gehören die Büffel zu den kraftvollsten Tieren der afrikanischen Savanne. Die angriffslustigen Tiere gehen auch dem Kampf mit einem Löwen nicht aus dem Weg. ein angeschossener Büffel kann äußerst gefährlich werden. 

Leider haben Wilderer die urzeitlich wirkenden Nashörner oder Rhinozerosse in Kenia weitgehend ausgerottet. Zu unterscheiden ist das Spitzmaulnashorn (Black Rhino), das sich von Zweigen und Blättern ernähren kann, vom aggressiveren Breitmaulnashorn (White Rhino), das in großen Mengen Gras frisst.

Die Giraffen mit ihrer Schulterhöhe von 5,5 m sind häufig in Nachbarschaft anderer Tiere zu sehen. Als einzige Säugetiere  können sie die Baumkronen abfressen. Lediglich beim Trinken laufen sie Gefahr, Opfer von Raubtieren zu werden, da sie hierzu den Kopf senken müssen. Giraffen wehren sich mit kräftigen Fußtritten. Im Süden Kenias lebt die unregelmäßig braun/gelb gefleckte Massaigiraffe. Die Netzgiraffe mit großen braunen Flecken und dünnen gelben Linien ist im trockenen Norden und Nordosten beheimatet, während im Nordwesten die seltene Rothschildgiraffe mit blassen Flecken anzutreffen ist.

Dem europäischen Wildschwein entspricht das afrikanische Warzenschwein. Mit seinen Eckhauern, den vorstehenden Gesichtsknochen und den tonnenförmigen Leib wirkt das Tier nicht gerade ästhetisch schön. Wenn es von Feinden verfolgt wird, flieht es in unterschiedliche Baue, stellt sich notfalls aber auch einem hartnäckigen Kampf. Zebras leben in Familienverbänden, die von einem Hengst geführt werden. Häufig sieht man sie zusammen mit anderen Huftieren wie z. B. Antilopen oder Giraffen. Dem Betrachter wenden sie zumeist wenig fotogen das Hinterteil zu. Im Süden dominiert das Steppen-, im Norden das Grevy-Zebra mit seinen schmäleren Streifen und dem nicht gestreiften, weißen Bauch. 

Die Bandbreite der Antilopen reicht von fünf kg schweren Dikdik-Miniantilope bis zur 700 kg schweren Elenantilope. Beide sind nur selten anzutreffen. Sehr häufig finden sich hingegen die rotbraunen Impalas oder Schwarzfersenantilopen, die an dem weißen Hinterteil, dem weißen Bauch und den schwarzen Streifen an den Hinterläufen zu erkennen sind. Die Böcke mit einer Schulterhöhe von über einem Meter tragen große, V-förmige Hörner. Impalas leben zumeist in Herden von bis zu 100 Weibchen und Jungen, die von einem Leitbock geführt werden, daneben gibt es auch Junggesellenverbände. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich bis nach Südafrika. Typisch für Ostafrika ist die kleinere, gelbbraune Thomsongazelle mit breitem schwarzem Seitenstreifen. Bei Gefahr unternimmt sie hohe Strecksprünge, um ihre Begleiter zu warnen. Sehr auffällig sind die rötlichbraunen Topis oder Leierantilopen mit ihren großen dunkelblauen Flecken. Die braunen Kuhantilopen erkennt man am stark abfallenden Rücken und den weit auseinander gebogenen Hörnern. Ihre Ohren laufen spitz zu, die Hörner sind nach hinten gebogen. An einem Büffel oder an ein Rind erinnern die Weißbartgnus, die - massig, dunkelgrau mit schwarzer Mähne - in großen Herden leben. Besonders angepasst an die Lebensbedingungen der Dornbuschsavanne und Halbwüste haben sich die hellgrauen Spießböcke (Oryxantilopen) mit ihrer schwarz/weißen Zeichnung an Kopf, Bauch und Läufen. Die langen, spitzen Hörner sind leicht nach hinten gebogen und können einem Löwen zum Verhängnis werden. In Besitz eines besonders langen Halses sind die rotbraunen, weißbauchigen Gerenuks (Giraffengazellen). Sie stellen sich auf die Hinterläufe und können so die oberen Blätter der Akazien fressen. Da sie nur wenig Wasser benötigen, vermögen sie auch in den Dornbuschsavannen und Halbwüsten zu leben.

Vogelwelt Kenias ist ausgesprochen vielfältig. Als König über der Steppe gilt der mächtige Kampfadler mit einer Spannweite von bis zu 250cm. Die aasfressenden Ohrengeier folgen dem Weg der Raubtiere und können bei Safaris als Anhaltspunkt für einen frischen kill (Riß) dienen. Ein häufig anzutreffender Aasfresser ist auch der Marabu mit seinem langen Schnabel und dem fleischigen Kehlkopf. Leicht zu erkennen, erinnert der Sekretär (sagittarius serpentarius) mit dem schwarzen Federschopf am Hinterkopf an den Federkiel eines Sekretärs der Jahrhundertwende. Das afrikanische Pendant zum europäischen Klapperstorch ist der schwarze Sattelstorch. Lediglich der Schnabel hebt sich mit seiner roten Farbe hervor.  Hauptattraktion in den trockenen Gebieten ist der bis zu 2,70 m hohe Strauß. Der flugunfähige Vogel läuft bis zu 80 km/h schnell und kann mit seinen kräftigen Krallen gefährliche Hiebe austeilen. Wasservögel lassen sich besonders gut am Nakurusee, Naivashasee und am nahe gelegenen Baringosee beobachten: Flamingos, Zwergflamingos, Pelikane, Nimmersatte, Goliath- und Graureiher, Ibisse, Kronenkraniche, Möwen, Enten, Eisvögel und viele andere Arten.

Von den Reptilien ist das gepanzerte Nilkrokodil am spektakulärsten. Der hervorragende Schwimmer kann bis zu einer Stunde unter Wasser bleiben und auch größere Beutetiere ertränken. Immer wieder fallen ihm kleine Kinder beim Baden zum Opfer. Zahlreiche Schlangen sind in Kenia beheimatet, darunter auch sehr giftige wie die schwarze Mamba, die Puffotter und die Speikobra. Lautes Auftreten und die Verwendung fester Schuhe vermindert jedoch das Risiko eines Schlangenbisses. Ungiftig ist der bis zu sechs Meter lange Felsenpython, der seine Opfer erstickt.

Zu den unzähligen Insektenarten gehören Schmetterlinge, Käfer, Heuschrecken, Spinnen, Skorpione sowie Termiten, die meterhohe Erdhügel bauen. Eines der gefährlichsten Tiere ist die unscheinbare Tsetsefliege, denn sie überträgt die Schlafkrankheit. Der Malariaerreger wird von der Anophelesmücke weitergegeben. Vor allem am Viktoriasee und in der Küstenregion ist das Infektionsrisiko groß. Gegen die mitunter tödlich verlaufende Krankheit gibt es bis heute keine zuverlässige Impfung. Lediglich eine prophylaktische Einnahme von Medikamenten ist möglich. Ein wirkungsvoller Schutz wird durch lange Hosen und langärmelige Oberkleider sowie Mückengitter und -netze in Schlafräumen erzielt.

Die ostafrikanische Savanne - Heimat der Elefanten

Der afrikanische Elefant unterscheidet sich von seinem indischen Verwandten durch die größeren Ohren und Stoßzähne. Auch verfügt er über mehr Temperament, weswegen er im Zirkus kaum anzutreffen ist. Als größtes lebendes Säugetier ereicht er eine Schulterhöhe von bis zu 3,4 m. Der Rüssel dient zum Greifen von Nahrung und Ansaugen von Flüssigkeit. Außerdem sind in dem empfindlichen Organ der Geschmacks-, Geruchs-, uns Tastsinn angesiedelt. Pro Tag benötigt der Elefant 90-270 kg Futter und 200-300 l Wasser. Sein Lebensraum wurde in den letzten Jahrzehnten stark eingeschränkt, weswegen er zuweilen in landwirtschaftlich genutzte Gebiete eindringt und dort große Schäden hinterlässt. die bis zu zehn Tiere zählenden, zuweilen aber auch wesentlich größere Herden bestehen aus Muttertieren und Jungen.  Als Anführer dient ein starker Bulle. Das Sozialverhalten ist stark ausgeprägt. Kranke oder schwache Tiere werden, soweit möglich unterstützt. Die nicht mit Führungsaufgaben beschäftigten Bullen leben als Einzelgänger oder in kleinen Junggesellenherden und gelten als aggressiv und unberechenbar. Bis zu 60 Jahre kann ein Elefant alt werden. Nach dem Ausfall der Backenzähne kann er keine Nahrung mehr aufnehmen und muss verhungern. Quelle: KENIA, Martin Pabst

Noch ein paar Links: Galerie_Afrika ,SnakeHunter ,Gepardenland ,Safari_Wangu

   

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